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KEEN 2.0: Kommunales Energieeffizienznetzwerk
Das Kommunale Energieeffizienz Netzwerk (KEEN) eröffnet Möglichkeiten des interkommunalen Austauschs zu Themen wie kommunalen Wärmeplänen, Energiemanagement, Energetischer Sanierung oder Photovoltaik auf Liegenschaften.
Die kleVer ist „Kümmererin“ und Motor des interkommunalen Austausches. Wir bieten in Form von Netzwerktreffen Möglichkeiten zum Wissenstransfer, zur Vernetzung sowie Bündelung von Know-how, vorhandenen regionalen Aktivitäten und Ressourcen. Bei Bedarf laden wir Fachexpert:innen ein oder schauen gemeinsam mit Verantwortlichen auf Best-Practice-Beispiele.
Das Ziel des KEEN: nicht nur Wissenstransfer betreiben, sondern auch Synergieeffekte nutzen, zum Beispiel bei der Fördermittelakquise oder bei Ausschreibungen.
Im April 2026 ist mit großer Resonanz das KEEN 2.0 gestartet. Bürgermeister:innen und Verwaltungsspitzen der beteiligten Kommunen kamen zusammen, um gemeinsam die Weichen für die kommenden drei Jahre der Zusammenarbeit zu stellen.
Nach einem Rückblick auf die Ergebnisse des ersten Netzwerks KEEN 1.0, standen die beiden zentralen Schwerpunkte der neuen Netzwerkphase im Mittelpunkt: die Entwicklung einer Sanierungsstrategie für den kommunalen Gebäudebestand sowie die Erarbeitung einer kommunalen Photovoltaikstrategie.
Im Rahmen der Veranstaltung stellte die target GmbH die modular aufgebauten Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Sanierungsstrategie vor. Ziel ist es, die Kommunen bei der systematischen Planung und Umsetzung energetischer Sanierungen zu unterstützen. Verschiedene energiefachliche Leistungen, wie beispielsweise eine gebäudeübergreifende Sanierungsstrategie, ein Heizungs-EKG, die intensive Überprüfung auf Wärmepumpentauglichkeit mit und ohne Heizlastberechnung und andere stehen den Kommunen zur Verfügung. Ergänzend haben wir die geplanten Inhalte der PV‑Strategie, mit der bestehende und zukünftige Potenziale für die Solarstromerzeugung noch besser genutzt werden sollen, erläutert.
Corbinian Schöfinius betonte die Bedeutung des Netzwerks für die kommunale Praxis:
„KEEN 2.0 setzt genau dort an, wo viele Kommunen aktuell stehen: bei der Frage, wie Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliches Handeln sinnvoll zusammengebracht werden können. Das Netzwerk bietet dafür eine praxisnahe und gemeinsame Lösungsplattform.“
Ein zentrales Element des Treffens war der offene Austausch: Die anwesenden kommunalen Vertreterinnen und Vertreter brachten zahlreiche Themenwünsche und Anregungen für die Ausgestaltung von KEEN 2.0 ein. Konsens bestand darüber, dass Energieeffizienz in der aktuellen Zeit nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, sondern auch zunehmend eine Frage der Kosteneinsparung für die kommunalen Haushalte ist. Steigende Energiepreise machen deutlich, dass strategisches und gemeinsames Vorgehen wichtig ist. Mit KEEN 2.0 schaffen die Kommunen einen Rahmen, um Energieeffizienz gezielt voranzubringen, um damit Kosten zu senken.
Abgerundet wurde die Auftaktveranstaltung durch einen Ausblick auf mögliche Inhalte der kommenden Netzwerktreffen sowie die Vereinbarung erster Vor-Ort-Termine in den Kommunen. Viele Teilnehmende nutzten zudem die Gelegenheit, sich über die kürzlich installierte Wärmepumpe im Rathaus Langwedel zu informieren.
Mit dem erfolgreichen Auftakt von KEEN 2.0 setzt der Landkreis Verden die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Energieeffizienz konsequent fort und schafft eine wichtige Plattform für praxisnahen Austausch, strategische Planung und konkrete Umsetzung.
Themen des interkommunalen Austauschs:
- Kommunales Energiemanagement
- Quartierskonzepte
- Betriebliches Mobilitätsmanagement und nachhaltige Mobilitätskonzepte
- Förderanträge
- Kommunale Wärmeplanung
- Klimaschutz und Bauleitplanung
Interview mit Andreas Steege, Gründungsmitglied und geschäftsführender Gesellschafter der target GmbH
© target GmbHDie target GmbH ist Kooperationspartner von KEEN und unterstützt die Kommunen u.a. mit fachlicher Beratung. Erfahren Sie im Interview mit Andreas Steege, Gründungsmitglied und geschäftsführender Gesellschafter der target GmbH, was zu einer erfolgreichen Netzwerkarbeit dazu gehört, welche Vorteile ein kommunales Energieeffizienznetzwerk bietet und wie er die Netzwerkarbeit speziell im Landkreis Verden beurteilt.
Wie viele Netzwerke haben Sie bisher betreut und welche Zielsetzungen hat die Netzwerkarbeit?
In den letzten Jahren haben wir insgesamt sechs Netzwerke mit verschiedenen Themenschwerpunkten begleitet. Die Zielsetzung unserer Arbeit in allen Netzwerken besteht darin, einen Mehrwert und konkreten Nutzen für die Partnerkommunen zu erzielen. In unserem Netzwerk im Landkreis Verden heißt das: systematische Verbrauchserfassung und Erstellung von Energieberichten, Vor-Ort-Begehungen und Umsetzung gering investiver Maßnahmen, Durchführung von Gebäudeaudits, Fördermittelberatung und die Durchführung von Fachveranstaltungen.
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Sehr viele Verwaltungen stehen unter personellem und finanziellem Druck. Die Beteiligung in einem Netzwerk wird zunächst als Mehrarbeit empfunden. Es ist unsere zentrale Aufgabe, den Kommunen die Hilfestellungen zu bieten, die gebraucht werden, wie z. B. die Energieberichte oder Entscheidungshilfen bei Investitionen. Also die richtige Mischung aus Dienstleistungen für alle Netzwerkpartner und den individuellen Anforderungen in einer Kommune. Das ist durchaus unterschiedlich, da die Kommunen unterschiedliche Voraussetzungen, allein schon durch ihre Größe und die Anzahl der Liegenschaften mitbringen.
Wie gehen Sie auf diese individuellen Bedürfnisse ein?
Neben unserem Basispaket bestehend aus dem Energiemanagement bieten wir einen “Rundum-sorglos-Service”. Wenn z. B. eine Heizung in einer kommunalen Liegenschaft abgängig ist, können wir Variantenvergleiche berechnen. Wir helfen auch bei der Fördermittelsuche. Die Netzwerkpartner können sich mit allen Fragen rund um die Liegenschaften an uns wenden. Der Draht ist kurz – auch dank der kleVer.
Wie ist die Rollenverteilung zwischen der target und der kleVer?
Unsere ingenieurtechnischen Dienstleistungen summieren sich in den drei Jahren auf ein Gesamtvolumen von fast 500.000 Euro. Die Kommunen müssen in anderen Netzwerken die Eigenbeteiligung von 30 % selbst bezahlen. Hier im Landkreis Verden übernimmt dies die kleVer und steuert zudem noch personelle Eigenbeteiligung dazu. Das ist insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung der Netzwerkveranstaltungen.
„Die Zielsetzung unserer Arbeit in allen Netzwerken besteht darin, einen Mehrwert und konkreten Nutzen für die Partnerkommunen zu erzielen.“ – Andreas Steege
Auch außerhalb des KEEN arbeiten die Kommunen unter der Federführung der kleVer zusammen, zum Beispiel beim Energieeinsparmodell für Kitas – kleVer kids.
Ansprechpartner/in
| Corbinian Schöfinius | |
| Telefon: 04231 6775-227 E-Mail: c.schoefinius@klever-klima.de | |
Dokumente
| Flyer KEEN (702 kB) |





