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Brückenschlag: Nachhaltige Ernährung in Verden & Dörverden
In unserem neuen Pilotprojekt "Brückenschlag Nachhaltige Ernährung Verden und Dörverden" transformieren wir die zwei Kommunen Verden und Dörverden zu Vorreiterinnen in der kommunalen Ernährungswende. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe! Wenn Sie Teil einer Verdener oder Dörverdener Kommune, einer Initiative, Kita oder Schule, Elternteil oder einfach eine Privatperson sind, die Lust hat, sich für eine nachhaltigere Ernährung in ihrer Region einzusetzen, laden wir Sie herzlich ein, sich gemeinsam mit uns in diesem Projekt auszutoben!
Auf den Ernährungssektor gehen unter Betrachtung der gesamten Lieferketten von den vorgelagerten Bereichen der Produktion, über die Produktion, die Verarbeitung und die Logistik bis zum:zur Endverbraucher:in und den Lebensmittelabfällen etwa ein Fünftel des CO2-Ausstoßes zurück. Höchste Zeit also, einen Blick darauf zu werfen.
Der Brückenschlag zwischen Verden und Dörverden dient dabei dem Austausch und der Entwicklung einer Vision, wie wir in unseren Gemeinden essen wollen, wer daran teilhat und was die Kommunen dafür tun können, das Essensangebot nachhaltiger zu gestalten. Die Vision wird nicht vorgegeben. Wir entwickeln sie gemeinsam mit allen, die mitwirken wollen.
© kleVerEs erwarten Sie zahlreiche Veranstaltungen rund um...
- Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Öffentliche Aktionen und Diskussionsrunden
- Nachbarschaftskochen/Kochkurse
- Nachhaltiges Mittagessen in Schule und Kita
- und die Entwicklung eines Ernährungsrates/einer Ernährungsstrategie
...an denen wir uns über einen Austausch mit Ihnen freuen!
"Iss, was um die Ecke wächst!"
Regio Wochen in Verden, Dörverden und umzu
Vom 23.08. – 03.10.2026 veranstaltet das Netzwerk des Projektes „Brückenschlag Nachhaltige Ernährung Verden – Dörverden“ in Verden und Dörverden die Regio Wochen „Iss, was um die Ecke wächst!“.
Ziel ist es, nachhaltige Ernährung zum Stadtgespräch zu machen und herauszustellen, wie vielfältig die Produkte unserer Region sind, den Blick auf Essen als Gemeinsinnstiftendes zu werfen und Essen als selbstwirksamen Hebel für mehr Klimaschutz und Resilienz in der Region zu begreifen.
Rückblick: Erster Ernährungsgipfel in Verden
Was essen wir morgen? Wie können wir sicherstellen, dass unsere Kinder gesund aufwachsen, die Landwirtschaft faire Preise erhält und unsere Ernährung das Klima schont? Diese Fragen haben wir von der kleVer mit Vereinen, Initiativen, Bürger:innen und der Politik aus Dörverden und Verden auf dem ersten Ernährungsgipfel am 27. Oktober im Verdener Campus diskutiert.
“Auf dem Weg zum Gipfel trifft man viele Menschen, die aus verschiedenen Richtungen kommen und mit unterschiedlichen Motivationen ausgestattet sind. Und doch haben alle dasselbe Ziel: den Gipfel zu erreichen.”
So leitete kleVer-Geschäftsführer Werner Reichmann nach dem Grußwort von Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann, die gut besuchte Veranstaltung im Verdener Campus ein. Dass es bei der Ernährungswende unterschiedliche Sichtweisen und verschiedene Aktivitätsebenen gibt, bestätigte sich im Laufe des Abends immer wieder.
Aus kommunaler Sicht beschreibt Nils Marscheider von der Stadt Oldenburg, in welchem Rahmen er sich als Zuständiger für „klimagesunde Ernährung“ in der Stadtverwaltung und in den kommunalen Einrichtungen für mehr klimagesundes Essen einsetzen kann.
Grundlage der Veränderungen ist eine vom Oldenburger Stadtrat beschlossene Ernährungsstrategie. Darin sind 65 Ansätze beschrieben, die sich in den Kategorien Außer-Haus-Verpflegung, Lebensmittelverschwendung, Mehrweg, Ernährungsbildung und Mitmachprojekte und Regionale Wertschöpfung und Stadt-Land-Kooperation wiederfinden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Beteiligung aller lokalen Akteur:innen an den Veränderungen.
Aus einer anderen Perspektive beschreibt die zweite Referentin des Abends, Antje Radcke, ihr Tätigkeitsfeld. Als Hauptinitiatorin der Bio-Bäckerei Harzbrot eG ist es im Rahmen der Ökomodell-Region Goslar gelungen, mit professioneller Begleitung, Ausdauer und Mut und der Unterstützung in der Region, eine genossenschaftlich organisierte Biobäckerei zu gründen. Die Idee, das Korn aus der Region in Form von Backwaren zu verzehren, verfängt bei vielen Menschen im Landkreis Goslar und darüber hinaus. Das Unternehmen ist eine Erfolgsgeschichte, bereits im zweiten Jahr wurden schwarze Zahlen geschrieben und die Produktion vervielfacht. Antje Radcke begründet ihren Erfolg mit guter Qualität, Flexibilität, Begeisterung, handwerklichem Können und einem engen Controlling.
Nach den überregionalen Inputs haben wir den Blick zurück auf Verden gelenkt. Es passiert bereits einiges. So haben sich als Leuchtturmprojekte der Mensa-FiT-Verein des Gymnasiums am Wall vorgestellt, die Grundschule Walle als Ackerschule, zwei Thedinghauser Grundschulen, die mit einer Frischküche ausgestattet sind und Bio-Essen anbieten, und die Erzeuger:innen aus der Region, die sich als Partner:innen der Umstellung auf nachhaltiges Essen verstehen.
Zu guter Letzt, nachdem viel über Ernährung gesprochen wurde, stellte die Schülerfirma Esskultur der Campus Schule Verden ihr bioregionales Buffett vor, für dessen Zutaten sie eine Exkursion zu einem Biohandelsunternehmen unternommen hatten. Satt und zufrieden verließen die Teilnehmenden die Veranstaltung, mit dem erwartungsvollen Blick in eine leckere und nachhaltige Ernährungswende.
Gefördert von der Robert Bosch Stiftung
Verden und Dörverden gehen mit dem Pilotprojekt wegweisende Schritte Richtung Klimaschutz in den Kommunen und sind dabei in guter Gesellschaft. Das Projekt ist von der Robert Bosch Stiftung finanziert und eines von 10 ausgewählten Projekten bundesweit. Informationen zum Programm „Zukunft aufgetischt! Ernährung gemeinsam gestalten.“ finden Sie hier: https://www.zukunft-aufgetischt.de/
Ansprechpartner/in
| Lea Unterholzner | |
| Telefon: 04231 6775-217 E-Mail: l.unterholzner@klever-klima.de | |





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