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Elektromobilität und Verkehrswende
Für die Umwelt wäre es natürlich am besten, man würde gar kein Auto mehr fahren. Doch das Fahrrad, der ÖPNV oder Carsharing ist vielerorts keine Alternative. Ein E-Auto, das im besten Fall von erneuerbaren Energien angetrieben wird, hilft nicht nur, sich umweltfreundlicher von A nach B zu bewegen. Mit der richtigen Planung fahren Sie auch deutlich günstiger als mit einem Benziner.
Wir zeigen Ihnen gerne, wie das am besten funktioniert. Alle wichtigen Infos auf einen Blick!
1. Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick und klären Sie Fragen im nächsten Termin unseres quartalsweisen Online-Vortrags "Energiewende zuhause kleVer gestalten" mit Elektroingenieur Andreas Stampa!
2. Informieren Sie sich über die öffentlichen Lademöglichkeiten – bei Ihnen zuhause, aber auch in der Nähe Ihrer Arbeit!
3. Zum Laden an öfftl. Ladesäulen benötigen Sie eine Ladekarte. Recherchieren Sie die verschiedenen Angebote!
4. Um Zuhause zu laden, können Sie (auch als Mieter:in) die Installation einer sog. Wallbox durch eine:n Elektriker:in beantragen. Mit einer PV-Anlage geht der Strom aufs Haus! 😉
5. Vergleichen Sie die Modelle der E-Autos, die am Markt sind, und entscheiden Sie sich für das Auto, das am besten auf Ihre Situation zugeschnitten ist! (Tipp: Sie können bei Autoportalen auch nach gebrauchten E-Autos filtern!)
Verkehrsvermeidung
Ganz egal, ob mit Verbrenner oder Elektrofahrzeug: Die Verkehrswende gelingt nur, wenn wir unsere Fahrtwege möglichst kurzhalten und unnötige Strecken vermeiden. In den letzten Jahren waren die Trends aber genau gegenläufig: Ob mehr berufliche Mobilität, immer weitere Reiseziele oder längere Transportwege der alltäglich genutzten Güter – immer mehr und weitere Wege wurden zurückgelegt. Dies liegt zum einen an der Globalisierung, zum anderen aber auch an regionalen Strukturen: Immer mehr Gewerbeflächen auf der grünen Wiese statt einer Stärkung von Stadtkernen und kurzen Wegen führen zu mehr Verkehr – und außerdem zu zusätzlichen Flächenversiegelungen.
Die Strukturbildung kann man als Einzelne:r nur wenig beeinflussen, hier sind Stadt- und Raumplanung gefragt, nachhaltigere Maßstäbe walten zu lassen. Uns sind damit aber noch lange nicht die Hände gebunden: Wir können versuchen, Wege zu kombinieren, indem wir Arbeitswege, Einkäufe, Kinderbetreuung und Freizeitdestinationen unter einen Hut bringen, so dass es nicht separate Wege braucht. Im Job kann man versuchen, Dienstreisen zu minimieren oder verstärkt Homeoffice zu nutzen – die Corona-Krise hat bei allen negativen Aspekten gezeigt, dass dies oftmals gut funktioniert. Zum Einkaufen – egal ob Lebensmittel oder Kleidung – lohnt ein Blick in die Läden um die Ecke statt weiter Wege. Dabei lohnt auch ein Blick darauf, wo die Produkte hergestellt werden. Und bei Urlaubsreisen kann Naherholung oft mehr Entspannung bringen als die Fernreise. Inspiration gibt’s unten in der Linksammlung!
Verkehrsverlagerung
Viele Wege können und sollen auch gar nicht vermieden werden. Dennoch gibt es ganz unterschiedliche Methoden, diese zu bewältigen – mit entsprechend unterschiedlichen Auswirkungen auf Energieverbrauch und Klima. Jeder Haushalt kann also über die Wahl der Verkehrsmittel die Umweltauswirkung der Strecke beeinflussen. Autos mit Verbrennungsmotor sind bei Alltagswegen meist die ökologisch schlechteste Wahl. Hier bietet es sich also an, auf ÖPNV oder das Fahrrad umzusteigen. Kommunen können mit passenden Maßnahmen diesen Umstieg deutlich erleichtern. Und gerade E-Bikes machen selbst für die ungeübtesten Menschen das Fahrrad zu einer guten Alternative zum Auto. Und bei der Urlaubsplanung bieten Zug- oder Radreisen oft mehr Abwechslung als die durchorganisierte Pauschalreise mit dem Flugzeug.
Verkehrsverbesserung
Selbst, wenn manche Strecken nicht vermieden und auch nicht besonders ökologisch zurückgelegt werden können, gibt es Möglichkeiten zur Verbesserung: Unvermeidbare Strecken mit dem Auto können etwa zu mehreren zurückgelegt werden, um die Auslastung zu verbessern. Für Langstrecken eignen sich hier Mitfahrerportale, auf Arbeitswegen Fahrgemeinschaften – über das Internet ist Organisation solcher Gemeinschaftsfahrten deutlich vereinfacht worden. Auch Carsharing kann hier eine Variante sein. Wenn es doch ein eigenes Auto sein muss, kann dieses bei einer Neuanschaffung möglichst nach ökologischen Kriterien ausgesucht werden. Sowohl der Antrieb der Autos als auch die Größe können hier ein Faktor sein. Bei ersterem sind mit Ökostrom betriebene Elektroautos etwa die deutlich ökologischere und effizientere Alternative zum klassischen Benziner oder Diesel, bei zweiterem lohnt sich etwa das Nachdenken über die Anschaffung eines kleineren Pkw, der zu bestimmten Anlässen durch die Miete eines größeren Fahrzeugs ergänzt wird.
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