Herzlich Willkommen im kleVer-Team, Micha! Du bist ja schon lange bei der kleVer als Stromsparhelfer und für die Wasserwerkstatt tätig. Jetzt bist Du weiterhin für den Stromspar-Check tätig, hilfst also einkommensschwachen Haushalten beim Energiesparen, und arbeitest auch in der Klimaschutzkoordination mit. Was genau bedeutet das und welche Projekte stehen bei dir an?
Vielen Dank! Genau, dadurch, dass ich vorher schon in zwei Projekten aktiv war, hat es sich für mich nicht nach einem wirklichen Neuanfang angefühlt. Die meisten Menschen aus dem Team kannte ich schon. Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr darüber gefreut, meine Aktivitäten auszuweiten und zukünftig auch im Bereich der Klimaschutzkoordination tätig zu werden. Momentan geht es in dem Bereich für mich erstmal darum, mich in die Projekte einzuarbeiten und zu schauen, wo ich unterstützend behilflich sein kann. Generell finde ich es sehr interessant, den kleineren Kommunen im Landkreis dabei zu helfen, Klimaschutzprojekte anzugehen oder Anforderungen von gesetzgebender Seite zu erfüllen und umzusetzen.
Im Bereich des Stromspar-Checks benötige ich diese Eingewöhnungsphase nicht mehr, da ich dort schon seit knapp einem halben Jahr aktiv bin. Durch die Elternzeit von Katharina Robbers war es dennoch so, dass wir im Team uns erstmal neu organisieren mussten. Das hat gut funktioniert. In diesem Bereich gefällt mir vor allem, dass die Haushalte einen sofortigen Nutzen durch unseren Einsatz haben. Außerdem habe ich mich in multi-kulturellen Umfeldern immer wohl gefühlt und empfinde es als bereichernd und spannend, dass viele Menschen, die unser Angebot in Anspruch nehmen einen Migrationshintergrund haben.
Was möchtest du bei der kleVer und im Landkreis Verden bewegen?
Auch wenn ich im Landkreis Nienburg geboren und aufgewachsen bin, habe ich einen starken Bezug zu Verden. Ich habe hier am Gymnasium am Wall mein Abitur gemacht, danach inklusive Ausbildung fast sechs Jahre bei der Kreissparkasse gearbeitet und darüber hinaus noch über ein Jahrzehnt beim FC Verden 04 und dem TSV Dörverden Fußball gespielt.
Zusätzlich ist das Thema Nachhaltigkeit bei mir in den letzten Jahren ein immer prägenderes geworden. Neben meinem Masterabschluss in Sustainability Economics and Management an der Uni Oldenburg, versuche ich auch mein Wirken im Allgemeinen an gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Grundsätzen auszurichten. Von daher war für mich klar, dass ich mich auch beruflich in diese Richtung orientieren werde. Dass das nun sogar in Verden, also in einer Umgebung, mit der ich mich stark identifiziere, möglich ist, macht die Sache rund!
Und zu guter Letzt: Was ist deine Motivation, dich für den Klimaschutz einzusetzen? Was treibt dich zur Klimaschutzagentur?
Aus meiner Sicht ist klimaschutzkonformes Handeln etwas sehr Natürliches, was sich durch den Großteil der Menschheitsgeschichte zieht. Leider betrachten und bewerten wir heutzutage vieles durch eine Brille, die stark von Konsum und Profit eingefärbt ist. Dabei kommen soziale und ökologische Aspekte oft zu kurz. Mein Antrieb ist, in diesen Spannungsfeldern angemessene und praktikable Impulse zu setzen. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, dass es alle Probleme, die es im großen Kontext gibt, auch immer im Kleinen gibt. Von daher bin ich der festen Überzeugung, dass jede Person die Möglichkeit hat, Veränderungen anzuschieben – und die brauchen wir im Bereich des Klimaschutzes sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene. In diesem Sinne ende ich mit einem Zitat, welches oft Albert Einstein zugeschrieben wird: „Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten!“.
